Preisträger

Beste Masterarbeit 2016

Helena Jank

Titel: „Simulation des Verhaltens von kontextsensitiven Anwendungen

Prüfer: Prof. Dr. Ing. habil. Ulrike Lucke (Universität Potsdam)

Adaptive Lernanwendungen werden mit dem Ziel erschaffen, Lernende je nach Kontext bestmöglich mit den nächsten Passenden Lernressourcen zu versorgen und somit einen effektiven Lernprozess zu begleiten. Doch das Verhalten der komplexen Systeme zu untersuchen, Fehler zu finden und sicherzustellen, dass die Adaption passend funktioniert erfordert in der Regel umfangreiche Nutzerstudien. Frau Jank hat im Rahmen Ihrer Arbeit einen Prototyp entwickelt, mit dem das Verhalten einer adaptiven Lernanwendung per Simulation getestet werden kann. Ihre Lösung integriert Sie dazu in ein existierendes Autorensystem für Lernanwendungen mit dem Fokus eine leicht zu bedienende Benutzerschnittstelle zu schaffen.

Als besondere Stärke heben die Gutachten die die 2-stufige Evaluation während der Entwurfs- und Entwicklungsphase hervor. Damit erreicht Frau Jank eine sehr hohe Qualität in der methodischen und systematischen Vorgehensweise zum Entwurf und der Umsetzung einer intuitiv bedienbaren Benutzerschnittstelle. Die Gutachter bewerten darüber hinaus das Ziel der Arbeit als hoch komplex, was auch durch die gelungene Integration in das umfangreiche Autorensystem zu begründen ist.

Insgesamt erstellte Frau Jank eine herausragende wissenschaftliche Arbeit zur Simulation von kontextsensitiven Anwendungen. Ihre Erkenntnisse zur Usability bringen das Forschungsfeld maßgeblich voran.

 

Beste Bachelorarbeit 2016

Laura Wartschinski

Titel: „A Conversational Agent for the Improvement of Human Reasoning Skills“

Prüfer: Prof. Dr. Niels Pinkwart (Humboldt Universität Berlin)

Mit den wachsenden Möglichkeiten von künstlicher Intelligenz hat auch die Anwendung von Computern als autonome Agenten zugenommen. Ein besonders anspruchsvolles Feld ist das Unterrichten und Trainieren mittels Konversation betreibender Agenten. Der von Frau Wartschinski entwickelte autonome Chat-Agent hat das Ziel per Konversation die Kompetenz der rationalen Entscheidung weg vom Bauchgefühl zu vermitteln.  In der interdisziplinären Arbeit überführt Frau Wartschinski Reasonsing-Ansätze aus der Psychologie in ein Informatik-System namens Liza. Dialogausschnitte im Rahmen der Arbeit geben Einblicke in den besonderen Charme dieses Chat-Bots.

Als besonderen Stärken der Arbeit nennen die Gutachten die präzise Aufarbeitung des Forschungsstandes mit umfangreicher Literaturarbeit und die sehr sauber konzipierte und durchgeführte Evaluation.

Insgesamt entstand so eine qualitativ herausragende Arbeit, die das Forschungsfeld zu pädagogischen Agenten weiter voranbringt.